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Glaube - Leben - Popkultur

Besinnliche Klischees

Quelle: www.piqs.de

Der Adventskalender Countdown zählt mich an… 12. Runde – Halbzeit!

In 12 Tagen ist Heiligabend und bis dahin ist noch einiges zu tun! Erschreckenderweise verfalle ich jedes Jahr in die Weihnachtsklischees, wie sie vielleicht viele kennen!

Ich habe noch längst nicht alle Weihnachtsgeschenke – Typisch! Dem Internet sei Dank kann ich wenigstens dem Weihnachtstrubel in der Stadt entgehen. Nebenbei frage ich mich – da ich diesen Satz sooft höre – ob in der Innenstadt eigentlich überhaupt jemand ist. Aus Angst in Menschenmassen zu geraten, die auf der Suche nach dem perfekten Geschenk für Papa sind, der aber natürlich eh schon alles hat und deshalb ein ganz komplizierter zu Beschenkender ist, lasse ich es sein und bestelle bequem von zu Hause! Da muss ich dann aber auch sein, wenn mein bestelltes Paket kommt, ansonsten muss ich es auf der Poststelle abholen – wie es scheinbar alle anderen auch tun – hier sind sie also die Menschenmassen, doch ein Geschenk für Papa gefunden. Der Stress ist schon vorprogrammiert!

Vorher stellt sich noch das Problem, dass ich noch nicht mal weiß, was ich schenken soll! Der Kopf raucht, die genannten Wünsche findet man selten spektakulär genug und das selbst gemalte Bild von früher tut es auch nicht mehr, wenn man mal eigenes Geld verdient. Was haben es Kinder gut! Und je länger man überlegt, desto näher rückt Weihnachten… Das einem aber auch niemand im Sommer sagt, dass am 24.12. Geschenke benötigt werden.

Zwischen dem Nachdenken was zu schenken angebracht wäre, esse ich – nein – verschlinge ich selbstgemachte Plätzchen! Ich gehöre zum Glück zu der „ich-verzehre-nur-Fraktion“, weiß aber welchen Aufwand meine Frau betreibt, sie herzustellen. Die Küche gleicht einer Großbäckerei, der Einkauf dreht sich um hauptsächlich um Mandelsplitter und Marzipan. Stress von anderen, der mich berührt…wären die Plätzchen nur nicht so lecker!

Bei uns kommt dann an Weihnachten bzw. noch die Tage davor die Logistikplanung hinzu. Heiligabend bei den Schwiegereltern, 1. Weihnachtstagtag bei den Eltern, 2. Weihnachtstag beim Patenkind – irgendwie müssen mehrere hundert Kilometer in wenigen Tagen zurückgelegt werden. Blöd wenn man in der Mitte wohnt, selbst aber nicht Ausrichter sein will – man hat ja auch noch keinen Baum. Kugeln ja, Ständer ja, Baum – Fehlanzeige…ich ahne schon die aufkommende Panik!

Oh mein Gott – was für Weihnachten!

Aber ich weiß:

– wenn ich am Heiligabend in die Augen meiner Liebsten sehe, weil es mir irgendwie – wie jedes Jahr – gelungen ist, das richtige Geschenk zu finden,

– wenn ich in der Christmette und danach Freunde treffe, die ich das ganze Jahr oder noch länger nicht gesehen habe,

– wenn ich ganz ruhig, im Kerzenschein „Stille Nacht“ höre, die Krippe betrachte, weder etwas sagen, was essen noch was tun muss – sondern einfach nur da sein darf und begreife, was Weihnachten im Kern eigentlich wieder bedeutet,

dann freue ich mich darauf diese Klischees zu bedienen!

 

In diesem Sinne schon vorab Fröhliche Weihnachtsklischeeplanung!

Manuel Rawer

Manuel Rawer ist Religionslehrer an der Berufsbildenden Schule in Bernkastel-Kues. Trotz eines Leben als bekennender Serienjunkie und Sport-TV-Anhänger, versucht er möglichst viel in der ganzen Welt herumzukommen und Manna-Momente zu erleben!

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