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Quelle: www.piqs.de

Quelle: www.piqs.de

Jeder Smartphonebesitzer kennt sie, jeder nicht Smartphonebesitzer hat auch schon davon gehört. Man kann heute eigentlich nicht mehr ohne sie: Apps!

Ich hab keine Ahnung wie viele es gibt. Unzählige.

Ich kann mir Spiele runterladen, ich kann Navigationsapps fürs Auto kaufen, eine App erleichtert mir einen Lieferservice in der Nähe zu finden, wo ich auch direkt meine Pizza bestellen kann, ich kann so gut wie alles im App Store Gratis oder für 0,89 € erwerben.

Wie hat das früher eigentlich funktioniert, so ohne Apps?

Haben die Menschen miteinander ein Gesellschaftsspiel gespielt? Verrückt!

Wie kamen Menschen von A nach B, vor allem ohne dass alle in einem verlorenen Waldstück sinnlos umherirren? Vielleicht hat man jemandem nach dem Weg gefragt? Unfassbar!

Wie konnte man früher Pizza bestellen? Mit dem Telefon, mit einem Menschen live kommunizieren? Nicht wirklich, oder?

Bei aller Polemik und der Feststellung, dass neue Kommunikationsgeräte in einer größeren Gruppe von Menschen gar nicht zur Kommunikation beitragen (sie dienen eher der Zeigefinger-Muskel-Wisch-Koordination) haben die Apps ja durchaus auch ihre Vorteile! Ich will auch gar nicht lügen, ich gehöre auch zu diesen Jüngern!

Aber diese Apps geben uns ja auch schon ein großes Stück Entlastung, so glaubt man in den meisten Fällen zumindest. Bei der Überlegung, was ich in meinem heutigen Manna-Artikel schreiben könnte, kam mir der App-Store zur Hilfe. Aus Spaß habe ich mal Gott eingegeben und danach Jesus. Neben einigen Spielen und Bibelverse-Apps stoße ich auf die App „Bete!“. Sie ist gratis, also ab aufs Handy damit!

Als ich die Funktionen der App durchstöbere bin ich am Schmunzeln. Ich kann mir anlegen, wann ich für was beten will, ich kann mir einen Filter anlegen, will ich für Missionare beten oder für Freunde, ist der Anlass Leiden oder geht es eher um Erlösung! Eine Erinnerung ruft mir dann wieder ins Gedächtnis: Ah ja Mittwoch, 9:30 Erlösungsgebet – wäre sonst ja völlig in Vergessenheit geraten!

Ohne jemanden angreifen zu wollen – aber wer macht so was? Ich hab mir gedacht, wenn ich mir eine Erinnerung ins Handy eintippe, hätt ich dann nicht auch gerade besser gebetet. Und wenn mir ein Termin eines Freundes an den ich denken will, so wichtig ist, merk ich mir das dann nicht auch so? Sollte eine App bestimmen, wann wir uns Gott zuwenden? Ich hab geguckt, er ist auch nicht der Entwickler der App, außer er benutzt ein Synonym.

Es gibt durchaus Apps die den Alltag erleichtern, es gibt Apps die sinnlos sind und trotzdem Spaß machen und es gibt Apps, die – zumindest in meinen Augen – völlig sinnentleert sind. Es darf sie sich jeder gerne runterladen und benutzen, ich jedenfalls bleibe zumindest bei der Kommunikation mit Gott App- und Smartphonefrei!

Manuel Rawer

Manuel Rawer ist Religionslehrer an der Berufsbildenden Schule in Bernkastel-Kues. Trotz eines Leben als bekennender Serienjunkie und Sport-TV-Anhänger, versucht er möglichst viel in der ganzen Welt herumzukommen und Manna-Momente zu erleben!

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