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Glaube - Leben - Popkultur

Vor-Hochzeits-Freuden

Die Blumen der Braut

grafica, CC-Lizenz (BY 2.0) / www.piqs.de

“Schatz, wir müssen noch…” – Das ist wohl einer der häufigsten Sätze, der bei uns zuhause momentan fällt. Meine Frau und ich stehen mitten in den Hochzeitsvorbereitungen für unsere kirchliche Trauung mit anschließendem Fest.

Welche Schleifen, welche Größe, welche Farbe? Welche Blumen, welche Farbe, lang oder kurz? Wieviele überhaupt und wohin?

Welcher Anzug zu welchem Kleid und welchen Schuhen? Haben wir schon die sichere Zusage vom DJ? Wollten wir nicht noch nach Gastgeschenken gucken gehen?

Welche dies, wann das, wieviel von jenem und überhaupt… Man kann diese Liste beliebig erweitern!

Doch das Ganze was nich nach Stress anhört, ist eine sehr angenehme Belastung. Jedes Detail muss zu zweit geklärt, besprochen, ergänzt oder gestrichen werden. Was in der Ehe noch kommt ist in der Vorbereitung auf das Fest wohl höchst repräsentativ: Einigkeit und Kompromisse!

Erstaunlich aber für mich ist vielmehr wie kommunikativ eine solche Hochzeit macht und wie man im Vorfeld bei fast allem in persönlichen Kontakt tritt – und das in Zeiten von Internet und social networks! Beispielsweise in der Location klären wir vor Ort mit dem Veranstalter persönlich, wie wir was gerne hätten, vom Kinderstuhl bis hin zur Tischdeko, was ist möglich, wer macht was? Bei einem Cappucino aufs Haus wird von Angesicht zu Angesicht der Tag geplant. Die Dekoration mit Blumen verbindet sowohl den Besitzer der Lokalität, dei Dekorateurin und uns, die dann das letzte Gebinde noch abstimmen. Die Planung des Gottesdienstes findet natürlich auch bei einem Mittagessen mit unserm Pfarrer statt, wo man sich gerne auch zu einem weiteren Treffen noch verabredet.

Die nette Dame, die unsere Einladungskarten angefertigt hat, empfängt uns in ihrem Büro, was gleichzeitig das Wohnzimmer der Familie ist. Man fühlt sich heimisch und bastelt gemeinsam an der perfekten Karte. Darauf schreiben wir zur Zusage unsere Festnetznummer. “Dann rufen die Leute auch persönlich bei Ihnen daheim an!” lautet die Begründung. Und das tun sie auch, aus eingeladenen Namen auf einer Liste wird nach einem persönlichen Gespräch ein Gast auf unserer Hochzeit.

Aber das was wirklich herzerwärmend ist, ist eine Freude die bei allen Beteiligten aufkommt. Ob der Kollege der Blumendekorateurin, der noch nicht mal was mit unserem “Fall” zu tun hat, die Dekorateurin, der Veranstalter, zukünftige Gäste, Verkäufer bei Brautmoden, der Juwelier… irgendwie einfach alle Beteiligten lächeln und wünschen ein schönes Fest und einen schönen Tag! Einen unvergesslichen Tag!

Kann Stress denn nicht immer so sein? Menschen verbinden und zum Lächeln bringen? Schön wärs….

 

Manuel Rawer

Manuel Rawer ist Religionslehrer an der Berufsbildenden Schule in Bernkastel-Kues. Trotz eines Leben als bekennender Serienjunkie und Sport-TV-Anhänger, versucht er möglichst viel in der ganzen Welt herumzukommen und Manna-Momente zu erleben!

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1 Kommentar

  1. Das stimmt, man gerät wirklich mit allen Leuten ins Gespräch, das sich natürlich nur um die Hochzeit dreht. Daraus wird aber so mancher sehzr schöne Kontakt und uns ist es passiert, dass wir nachher noch einen Freund mehr hatten :-)

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