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Glaube - Leben - Popkultur

Der Stein des Anstosses

Die Katholische Kirche macht in diesen Tag Schlagzeilen noch und nöcher und befeuert die flackernden Unruheherde immer wieder mächtig.  Und so werden der Limburger Millionen Prachtbau und die Aussage von Erzbischof Müller zum Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen zu schweren Steinen des Anstosses.

Die heute veröffentlichte Entscheidung des Papstes im Fall des Tebartz van-Eltz, der Herr möge sich eine Auszeit gönnen, wird von den einen als barmherzige Geste und Weiterführung seines eingeschlagenen Kurses von den anderen wie ein Schlag ins Gesicht und die endgültige Bestätigung ihrer (Vor)Urteile empfunden.

 f95kai “Wie bitte? Ganz schwach vom “Armenpapst”. Aber mir soll es Recht sein, denn die Austrittswelle wird jetzt noch mal richtig Schwung bekommen. Welch ein verlogene Institution!” (98 Leser empfehlen diesen Beitrag)

Schneemann2 “Wie viel Gras braucht es, das über 30 Mio wachsen muß?Deshalb mag ich die Kirche nicht, denn hier gehts ja auch zu wie in der Politik.” (74 Leser empfehlen diesen Beitrag)                     

sagwas “Na Bravo! Résumé: alles bleibt wie es war. Für Geschiedene keine Sakramente, für kirchliche Würdenträger freie Hand beim Geldausgeben, lügen und leugnen kein Problem. Nein, nein die sancta eclesia lässt sich nicht von der Öffenlichkeit unter Druck setzen, wo kämen wir dahin, das klingt ja nach Revolution und Demokratie. Damit hat der neue Papst einen Großteil seiner Reputation und in ihn gesetze Hoffnungen verspielt. Es lebe die Reaktion!” (66 Leser empfehlen diesen Beitrag)

Wien_Hofburg_Schatzkammer_Monstranz_2

wikimedia commons

Was ist noch von diesem originellen Stein übrig? Von dem Stein, den Gott in Zion errichtet, an dem man anstößt, einen Fels an dem man zu Fall kommt. Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen? (Jesaja 8,14) Von diesem Jesus, der Wasser in Wein verwandelt, Lahme wieder ans Laufen bringt und bei seiner Suche nach dem ersten Stein ohne Sünde nicht fündig wird?

Ich persönlich mag keine goldenen Monstranzen. Andere Augen  fühlen sich davon angezogen, finden den Glanz faszinierend und dem Göttlichen angemessen.

Ich mag’s eher schlicht. Respektiere aber Idee und Motivation der verantwortlichen Macher. Und versuche mich nicht blenden zu lassen, auf die Mitte zu konzentrieren. Allmählich verblasst alles Gold. Eine Kostbarkeit wartet.

Was passiert, wenn ich es mal für längere Zeit nicht schaffen sollte, hindurchzublicken? Wenn ich zu oft von dem Außen abgestoßen werde? Was hält mich dann in dieser Kirche? Was hält Dich in dieser Kirche? Es gibt etwas. Na komm’ schon.

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1 Kommentar

  1. Menschen! Jüngerinnen und Jünger Jesu. Die es echt meinen. Die nicht den Staub unter den Teppich kehren, sondern ihn ansehen und aushalten – oder ihn in Liebe zu Jesus aufwischen, ohne große Worte, im Kleinen, im Stillen, im Dienst für Gott und die Gemeinschaft.
    Die gibt es. Auch in unserer Kirche.

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