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Glaube - Leben - Popkultur

Geschenke an Silvester

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Copyright: Lupo / pixelio.de

Wenn am Silvesterabend alle auf ihr Smartphone oder die Swatch schauen und auf jene Sekunde warten, in der der Zeiger auf die Zwölf vorrückt. Wenn alle den Countdown runter zählen und sich in unseren Köpfen die vier an die Stelle der drei schiebt. Wenn die Korken knallen und ein neues Jahr vor einem liegt: Dann nehmen wir sie genau in den Blick – die Zeit. Aber was ist das eigentlich, die Zeit?

Immer wieder kann man hören: „Zeit ist Geld!“ – Oft ist dieser Satz vielleicht nur so daher gesagt und will für Fleiß und Betriebsamkeit werben.  Aber in einer brummenden deutschen Wirtschaftsnation droht sich dieses Statement ins kollektive Zeitempfinden einzutakten.  Zeiteffizienz wird zum Ziel. In Konzernen, aber auch in Krankenhäusern. Ticken wir da noch ganz richtig?                                                                                                                                                                                                    Interessant finde ich eine Umfrage, in der berufstätige Eltern in Deutschland gefragt werden, für was sie gerne mehr Zeit hätten. 72 % Prozent der Väter antwortet: „Für die eigenen Kinder“. Und 79 % der Mütter gibt an: „Für mich selbst.“ Effizienz kann in Erschöpfung münden.

Und wenn Zeit Geld ist, was ist dann mit mehr als der Hälfte (!) der 15-24-jährigen Europäerinnen in Spanien oder Griechenland, die gerne arbeiten würden, aber die unter der  Jugendarbeitslosigkeit ihres Staates leiden? Bleibt für sie die Zeit stehen?

Ich will das jedenfalls nicht  glauben: „Zeit ist Geld.“ Glück lässt sich nicht berechnen. Echte Begegnung  ist nicht planbar. Krämpfe in meinem Zwerchfell – ich kann sie nicht kalkulieren. Momente, in denen die Ewigkeit in unser Leben hineinscheint, sie kommen und gehen nicht im Minutentakt.  Sie werden mir geschenkt. Danke dafür.                                                                                                                                                                                                                                                               Zeit ist Geld? Nein! Zeit ist ein Geschenk! Frohe neue Zeit!

Christopher Hoffmann

Christopher Hoffmann ist Pastoralreferent im Rheinland. In seiner Freizeit macht er gerne Musik in einer Band und im Bonner Jazzchor. Neben musikalischen Manna-Momenten sucht er besonders auch in der Begegnung mit Menschen nach Gottes Spuren in unserer Welt.

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